Lebenslauf schreiben lassen

Die Gesamtzahl von 4 Seiten wird nicht überschritten – der Bewerber konzentriert sich auf das Wesentliche

Der tabellarische Lebenslauf ist fester Bestandteil jeder Bewerbung – und sollte so aussagekräftig wie möglich sein. Insgesamt sollte der Lebenslauf nicht länger als zwei bis maximal drei Seiten (plus Deckblatt) und tabellarisch geordnet sein. Die chronologische Gliederung ist umgekehrt, sie fängt mit der Gegenwart an und endet in der Vergangenheit. Diese Form wurde aus dem Amerikanischen übernommen und hat sich auch in Deutschland durchgesetzt.


Ein stilvolles, nicht verspieltes Deckblatt, das auf das Anschreiben abgestimmt ist inklusive Foto – die Person hat ein überzeugendes Erscheinungsbild

In keinem anderen Land wird das Bewerbungsfoto in einem Lebenslauf so hoch gewichtet wie in deutschsprachigen Ländern. Lebensläufe ohne Fotos landen nicht selten bei den Absagen. Die Erwartungen in die Qualität der Fotos sind sehr unterschiedlich. Je nach Beruf kommen Passbilder, Bewerbungsfotos (als Porträt) oder spezielle Businessbilder in Ffrage. In jedem Fall ist eine sehr gute Qualität wichtig. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, einen Profi aufzusuchen. Wichtig ist: Sympathie, Kompetenz und Entschlossenheit zu transportieren.


Anschließend wird Ihre Person in einer Zusammenfassung als „Marke“ beschrieben, mit Persönlichkeit, relevanten Erfahrungen und Fähigkeiten – der Bewerber ist passend und interessant, es lohnt sich weiter zu lesen

Nach einem ansprechenden Deckblatt, mit einem sympathischen, kompetenten und überzeugenden Bewerbungsfoto, empfehlen sich als eEyecatcher (Blickfang) zu Beginn Ihres Lebenslaufes Ihre Kernkompetenzen darzustellen. Zielsetzung ist, dem HR-Manger in wenigen Zeilen klar zu vermitteln, warum Sie der Richtige für die Position sind. Personaler machen sich kaum mehr die Mühe, über all Ihre beruflichen Stationen, Ausbildungen und Studien herauszufinden, ob Sie auf die Stelle passen. Hier ein Beispiel zur Darstellung der „Marke“ für einen Fachspezialisten im Maschinenbau:

  • 10 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Gesamtkonstruktion von Spritzgussmaschinen
  • Konsequentes Umsetzen von Zeit-, Termin-, Kosten- und Qualitätsstandards im internationalen Produktgeschäft / Verkürzung der Projektdurchlaufzeit bis 35%, Einsparungen 390.000 Euro
  • Know-Hhow in projekttechnischer Beratung, Abwicklung zwischen Kunden, Vertrieb, Lieferanten sowie der Konstruktion (Schnittstellenfunktion)
  • Umfangreiche Skills in den relevanten Sicherheitsvorschriften nach ISO, EN, DIN und in der Erstellung von CE-Unterlagen
  • „Hr. Brösel verfügt über ein sicheres Auftreten, zeigt jederzeit hohe Einsatzbereitschaft und Durchsetzungsvermögen. Er arbeitet außergewöhnlich selbständig, sorgfältig und zielorientiert“ – Persönliche Referenz Gruppenleiter Fa. Engel
  • Beherrschen der englischen Sprache (C-Level) in Wort und Schrift. Hohe Reisebereitschaft, auch zu längerfristigen Auslandseinsätzen weltweit bereit

Der tabellarische Aufbau eines Lebenslaufes ist heute Standard und erfüllt diese Anforderungen perfekt – andere Darstellungsformen haben nicht überlebt

Links Zeitangaben, rechts Fakten. Oder auch umgekehrt, rechts die Zeitangaben und links die Fakten. Bitte verzichten Sie auf optische Spielereien! Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa. Versuchen Sie aber trotzdem nicht nur einzelne Schlagworte zu verwenden. Ein ganzer Satz, insbesondere wenn Sie das Unternehmen beschreiben, für das Sie arbeiten oder gearbeitet haben oder auch wenn Sie Ihre Verantwortlichkeit und Ihre beruflichen Erfolge darstellen, haben sich als Vvorteilhaft erwiesen. Vergessen Sie bitte nicht: der Leser kennt Sie nicht und es ist Ihre Aufgabe ihm darzulegen, warum Sie der richtige Kandidat sind. Lebensläufe sind keine statischen Gebilde, auch sie müssen wie das Anschreiben an die jeweilige Stelle angepasst werden.

Dies ist leider noch nicht allen Bewerbern klar. Das Wort Lebenslauf ist ohnehin nicht mehr zeitgemäß, wir schreiben inzwischen ausschließlich Bewerberprofile, die zwar dem Lebenslauf ähnlich sind, die sich jedoch stark an den Anforderungen des Unternehmens orientieren.

Versetzen Sie sich in die Lage des Personalverantwortlichen, der täglich etliche Bewerbungen lesen muss: Kann er die Schwerpunkte Ihres Lebenslaufs mit wenigen Blicken erfassen? Dies kann nur dann gelingen, wenn Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Somit, lassen Sie alles weg, was für die Stelle nicht relevant ist. Orientieren Sie sich an den Formulierungen aus der Stellenausschreibung, so dass der Personaler die richtigen Schlüsselbegriffe in Ihrem Lebenslauf wieder findet.


Die beruflichen Stationen werden erfolgsorientiert (2-5 Erfolge je Stelle, Aktualität und Dauer) präsentiert, auf eine langweilige Aufzählung von Tätigkeiten wird vollständig verzichtet – jetzt wird abschließend klar, der Kandidat war und ist erfolgreich

Denken Sie an die Erläuterung aller Themen, die Ihren Lebenslauf einzigartig machen. Dazu gehören insbesondere berufliche Projekte und Erfolge. Besondere Leistungen sollten Sie unbedingt quantifizieren, damit man sich ein konkretes Bild über Ihre Erfolge machen kann, wie "Kosteneinsparung um x %" oder "Umsatzsteigerung innerhalb eines Geschäftsjahres um x €". (Seien Sie aber vorsichtig damit, Betriebsgeheimnisse dürfen Sie hier allerdings nicht ausplaudern. Es gibt Firmen, da ist das Weitergeben von Betriebsgeheimnissen unter Strafe gestellt).

Ausbildung, Studium, Weiterbildung etc. wird wie gewohnt dargestellt. Auf Hobbieys wird bei Führungskräften verzichtet. Die sogenannte „Dritte Seite“ ist nicht erforderlich, da die Person bereits zu Beginn als „Marke“ mit all ihren Vorzügen dargestellt wurde.


Beim Lebenslauf ist es sehr wichtig, dass dieser keine wesentlichen Lücken enthält – begründen Sie Ihre Auszeit so glaubhaft wie möglich

Zeiten der Arbeitslosigkeit bis zu drei Monaten werden toleriert, ansonsten sollte eine längere Periode als „arbeitssuchend“ gekennzeichnet werden. Eltern, die sich nach der Erziehungszeit bewerben, sollten die Zeit, in der sie zu Hause waren, mit dem Hinweis „Elternzeit oder Erziehungszeit“ in den Lebenslauf aufnehmen. Auch in diesen Phasen sollten Sie erläutern, dass Sie Ihre Zeit über die Familie hinaus, im Hinblick auf einen beruflichen Wiedereinstieg, sinnvoll genutzt haben (z. B. Sprachkenntnisse ausgebaut). Lücken im Lebenslauf fallen in der Regel den Personalchefs generell leider negativ auf. Der Spruch „Mut zur Lücke“ zählt gilt beim Lebenslauf nicht.


Der Lebenslauf ist ein wichtiges Entscheidungskriterium

Lebensläufe gewinnen stark an Gewicht, da viele Anschreiben heute zu allgemein formuliert werden. Selbst wenn Sie ein tolles Anschreiben verfasst haben, will der Leser Ihre Kompetenzen im Lebenslauf wieder finden. Er will sehen: Hat der Kandidat dies wirklich auch gemacht? Gibt es Beispiele, die ein Beleg dafür sind?


Bleiben Sie am Ball!

Jeder Positionswechsel bringt neue Chancen und Herausforderungen mit sich. Wir schärfen Ihr Profil und markieren Ihre Erfolge.

 
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