Bewerbungscoaching

Ob Assessment -Center oder Einzelinterview, in den meisten Vorstellungsgesprächen wird der Bewerber nach der Begrüßung, einem kurzen Small Talk und einer kurzen Vorstellung des Unternehmens um eine Selbstpräsentation gebeten. "Bitte stellen Sie sich zur Person und zu Ihrer beruflichen Entwicklung vor" oder "Fassen Sie Ihren Werdegang für uns bitte zusammen", lautet dann die Aufforderung an Sie. Im Anschluss an Ihren Vortrag werden in der Regel noch kritische Fragen gestellt. Sein Sie auf der Hut, ohne gute Vorbereitung werden Sie scheitern!


Ihren Lebenslauf im Vorstellungsgespräch nachbeten – langweilig

Ihre Gesprächspartner wollen eines von Ihnen definitiv nicht hören: Ddie chronologische und lückenlose Wiederholung Ihres Lebenslaufs mit allen einzelnen Stationen, letztlich 1:1, wie es in Ihren Unterlagen steht. Denn diese kennen sie nach der ersten Vorauswahl der Bewerbungsunterlagen bereits.


Den Job bekommen die Geschichtenerzähler, die Bewerberstory

Die Jobs bekommen immer die Geschichtenerzähler. Stellen Sie sich vor, der Arbeitgeber hat zwischen zwei Kandidaten zu unterscheiden: Beide sind fachlich gleich qualifiziert. Der eine versteht es, seine Fähigkeiten und Erfolge mit spannenden Geschichten zu vermitteln. Der andere erzählt die Geschichte einer langweiligen, farblosen Persönlichkeit einer grauen Maus. Wer wird wohl das Rennen machen? Am Ende bleibt in der Bewerbung immer jener Kandidat in Erinnerung, der vor dem geistigen Auge seines Gegenübers die stärksten Bilder vermittelt.


Schreiben Sie Ihre Geschichte

Entwerfen Sie Ihre Bewerberstory von 7 bis 10 Minuten. Was ist für die Stelle unwesentlich, welche Highlights sind für den Zuhörer interessant? Gibt es vielleicht einen spannenden Bezug, den Sie Ihrem Vortrag verleihen können? Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Kandidatin in unserer Beratung kam von Peru, wollte für ein deutsches Unternehmen den Vertrieb in Spanien aufbauen und hatte bereits relevante Erfahrungen sammeln können. Sie startete mit: "Ich bin in Peru geboren, bin spanische Muttersprachlerin. [...] und habe bereits in Spanien gearbeitet. Daher freue ich mich, dass ich mich heute bei Ihnen, seit 5 Jahren in Deutschland lebend, vorstellen darf." Oder ein IT-Spezialist, die sein Studium in Deutschland absolvierte, stellte sich schließlich so vor: "Als Jugendlicher hatte mich der Heimcomputer Commodore 64 fasziniert." Dies war der Anlass, dass ich später Informatik studiert habe. Perfekt!


Trainieren der 10 häufigsten kritischen Fragen

Wenn das Vorstellungsgespräch wie ein Kreuzverhör abläuft, geraten Kandidaten schnell ins Schwitzen. Dann kommt es darauf an, sich nicht in Widersprüche zu verwickeln. Hier ist unbedingt eine Vorbereitung erforderlich. Letztlich entscheiden Sie mit Ihren Antworten, ob Sie den Job bekommen oder auch nicht. Die Anzahl der Fragen, mit denen Sie rechnen müssen, ist stark unterschiedlich. Von 2-3 Fragen, bis zu 20 oder mehr können es sein. Die Wichtigsten haben wir für Sie vorbereitet.


Reflektorische und episodische Erzählweise

Für jede Stelle gibt es ideale, persönliche Skills des Kandidaten. So steht etwa in einer Stellenanzeige: „Wir suchen eine innovative, flexible Persönlichkeit, die bereits erste Führungserfahrung hat.“ Die Aufgabe des Personalers besteht unter anderem darin, die Kandidaten im Bewerbungsgespräch auf diese Kriterien hin zu überprüfen.

Auf die Frage: „Sind Sie innovativ?“, könnten Sie beispielsweise mit „Ja“ antworten. Frage beantwortet? Nein, denn jetzt folgt der Ansatz des Geschichtenerzählers. Seine Kunst besteht darin, zwischen reflektorischer und episodischer Erzählweise hin- und herzuwechseln.

  • Reflektorisch bedeutet: Sie schätzen sich selbst ein, wie im angeführten Beispiel: "Ich bin innovativ."
  • Episodisch bedeutet: Sie erzählen zu dieser Eigenschaft eine Episode, also eine Geschichte, die Ihre eigene Einschätzung beweist und untermauert.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Ein Personaler stellt zu jeder Eigenschaft Fragen oder verpackt das Thema in einen Fragenkomplex, mit denen er den Finger in die Wunde legt, und würde im vorliegenden Beispiel fragen: „Nennen Sie uns Beispiele für von Ihnen umgesetzte Innovation in Ihren beruflichen Stationen?“

Als Kandidat sollten Sie sich auf das Interview vorbereiten, indem Sie zu jeder gefragten Eigenschaft eine kurze, spannende Geschichte aus Ihrem Leben vorbereiten. Mit einer reflektorischen Antwort behaupten Sie etwas, mit einer episodischen Antwort beweisen Sie es.

Indem Sie Geschichten vorbereiten, sammeln Sie Beweise, dass Sie der perfekte Kandidat sind. Wie in der Verhandlung in einem amerikanischen Gerichtssaal legen Sie nun einen Beweis nach dem anderen vor, um die Geschworenen von der Richtigkeit Ihrer Argumente zu überzeugen.


„Sind Sie innovativ?“

Ja, da kann ich Ihnen ein paar Beispiele erläutern: In meiner ersten Position habe ich mit dem Ansatz der Objektorientierung unsere Softwareplattform innoviert, später den Entwicklungsprozess neu gestaltet, der einfach zu lange gedauert hatte...


Setzen Sie die STAR-Methode ein

Das MIT (Massachussetts Institute of Technology) empfiehlt für das Erzählen von Geschichten die STAR-Methode.

  • Situation: Welche Situation haben Sie vorgefunden?
  • Task: Was war Ihre Aufgabe?
  • Action: Was haben Sie konkret getan?
  • Result: Welches Ergebnis haben Sie erzielt?

Bringen Sie Begeisterung rüber!

Wenn Sie über Projekte sprechen, Erfolge, Ihr Studium, sollten die Interviewpartner merken, dass Sie sich dafür begeistern. Um besser in einem Vorstellungsgespräch zu argumentieren, warum Sie der Richtige sind, möchten wir Ihnen kurz ein Experiment von dem Harvard Psychologen Ellen Langer vorstellen.


Erfolgreich argumentieren im Bewerbungsgespräch

Ein bekanntes Prinzip aus dem menschlichen Verhalten ist, dass wir erfolgreicher argumentieren, wenn wir einen Grund hinzufügen. Langer demonstrierte diesen Effekt anhand von Personen, die in einer Schlange vor dem Kopierer standen.

„Ich habe 5 Kopien zu machen. Darf ich den Kopierer benutzen, weil ich in Eile bin?“ 95% der Befragten ließen den Bittsteller mit dieser Art der Fragestellung vor, ohne dass er lange in der Schlange warten musste. Mit einer ähnlichen Erfolgsrate (93%) funktionierte die Frage: „Darf ich den Kopierer benutzen, weil ich 5 Kopien machen will?“


Der Grund für einen Stellenwechsel ist zweitrangig

Mit der Fragestellung: “ Ich habe 5 Kopien zu machen. Darf ich den Kopierer benutzen?“, wurden nur 60% der Personen in der Schlange vorgelassen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, dass die in der einen Fragestellung vorkommende Begründung, „weil ich in Eile bin“, den entscheidenden Unterschied ausmachte. Dem war aber nicht so, denn eine ähnlich hohe Erfolgsquote (93%) ist auch ohne tiefere Begründung mit „weil ich 5 Kopien machen will“ zu erreichen.


Begründung mit „weil“ im Vorstellungsgespräch

Der wesentliche Effekt, reduziert sich auf das „weil“. Das Argument ist zwar nicht ganz unwesentlich, aber entscheidend ist, dass Sie mit „weil“ argumentieren. Wenn Sie diese Logik im Vorstellungsgespräch benutzen, erhöhen Sie Ihre Erfolgsquote signifikant. Insbesondere bei der Argumentation, warum Sie zwischen verschiedenen beruflichen Stationen gewechselt haben, ist die Begründung mit „weil“ entscheidend. Der Interview-Partner will Ihre Wechselmotivation verstehen.


Beispiel für eine Argumentation im Bewerbergespräch

Hier ein praktisches Beispiel: „Nach 6 Jahren bei ABB habe ich entschieden das Unternehmen zu verlassen, weil ich eine Führungsposition im Mittelstand übernehmen wollte. Hier konnte ich insbesondere meine Kompetenzen im industriellen Einkauf von Investitionsgütern einbringen. Dies hat sich für beide Seiten als sehr vorteilhaft erwiesen“.


Mit treffenden Antworten punkten

Sie haben sich vielleicht schon geärgert, im passenden Moment nicht die treffende Antwort parat gehabt zu haben. Das passiert Ihnen jetzt nicht mehr – Ihr Job-Coach macht Sie fit!

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